Auf nach Kroatien, oder besser gleich der Sonne nach...

  • Hallo zusammen,

    ab Anfang Juni 2023 wollen wir für 3,5 Wochen "eigentlich" nach Kroatien fahren. So langsam möchte ich in den Planung einsteigen und würde gerne von den weitgereisten und belesenen Forenmitgliedern wissen welche Ecken von Kroatien wirklich sehenswert sind. Auf den klassischen CP Tourismus wollen wir ebenso, wie auf allzu überlaufene, wenig sehenswerte Touristenfallen, generell verzichten! Aber natürlich die wirklich sehenswerten Spots entdecken.

    Der Blick in den Wetterbericht verheißt im Moment für die Küste von Kroatien allgemein nicht allzu viel schönes. Da frage ich mich natürlich ob wir der Sonne vielleicht nachfahren sollten....

    Montenegro oder sogar Albanien sind in machbarer Reichweite. Auch hier wäre ich über alles dienliche wirklich sehr dankbar. Denn bisher habe ich mich mit diesen zwei Ländern noch weniger als mit Kroatien auseinandergesetzt.

    Ich freue mich über eure Tips und Hinweise,

    Jan

  • Auf den klassischen CP Tourismus wollen wir ebenso, wie auf allzu überlaufene, wenig sehenswerte Touristenfallen, generell verzichten!

    Das klingt nach freistehen? Das ist in Kroatien nicht gern gesehen wird mitunter teuer bestraft. Nur so zur Info. Es gibt aber genügend, die machen‘s trotzdem.

    Der beste Therapeut hat 4 Räder und 1 Bett.
    Und sonst? Abenteuer ohne Allrad … ;)

  • Zu Zeiten Titos war ich mit meinem Karman Ghia Cabriolet auf Cres und Lošinj, habe die Kraka Wasserfälle und die Plitwitzer Seen besucht. Damals bin ich dort noch im klaren Wasser geschwommen. Später haben wir Split, Trogir und Dubrovnik an der Küste besucht.

    Bis auf Trogir sind wir wegen des Verkehrs und fehlender Parkmöglichkeiten nicht mehr in diesen Städten mit dem Wohnmobil gewesen.

    Mit dem Independent dann lediglich Kroatien mit den Plitwitzer Seen im Transit besucht. Schwimmen verboten…

    Aufgefallen ist uns, das man die Küstenstraße in den Orten ab Frühsommer nur noch im Stop and Go befahren kann. Wir sind auf die Autobahn ausgewichen.

    Frei gestanden haben wir nur einige wenige mal versteckt im Hinterland.

    Auf dem Heimweg von Albanien haben wir volle Campingplätze erlebt, wir hatten nirgendwo reserviert.

    Ich würde lieber mit dem Segelboot durch die Kornaten als mit dem Wohnmobil im Sommer an der Küste campen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rolf

  • Ich war oft und gerne zum Camping in Kroatien, allerdings meistens mit Motorrad oder PKW und Zelt.

    Am liebsten war ich auf der Insel Cres, und zwar in dem kleinen Ort Osor ganz an der Südspitze, wo nur ein schmaler Kanal Cres von Losinj trennt. Zum festen Programm gehörte immer eine Wanderung hoch auf den Berg mit dem sagenhaften Ausblick über die Adria und die Inseln.

    Später wurde dann Griechenland zu meinem Lieblingsziel in Europa, auch weil man da noch weitgehend ungestört "frei" stehen konnte, was in Kroatien längst schon verboten und durchgesetzt wurde. Inzwischen ist auch GR dabei, auf die harte Linie gegen "Freisteher" umzuschwenken.

    Aber das möchte ich nicht überbewerten. Es gibt hier wie da genug schöne CP.

  • Kroatien im Sommer finden wir mittlerweile No Go- voll, CP teuer, viel zu viel Trubel. Freistehen wird empfindlich bestraft. Frühsommer und Herbst schön auf den Inseln- Korcula, Pašman, evtl Pelješać etc.

    Wir fahren inzwischen schnell durch…

    Im Moment scheint da wettertechnisch in Dalmatien Land unter zu sein…

  • Ja, Hochsaison in Kroatien geht gar nicht.

    Sogar in der Nebensaison kann es zum touristischen Overkill kommen, z.B.an den Plitvicer Seen.

    Ich war Ende Mai auf dem CP bei Grabovac, und da war der schon gut besucht. Die Parkplätze an den Eingängen zum Nationalpark waren knackevoll mit Reisebussen.

    Ich bin dann von da direkt über die Grenze nach Bosnien-H. zum Ort Bihac und weiter durchs Landesinnere nach Montenegro gefahren. Sehr schöne Landschaften aber auch noch deutlich sichtbare Kriegsschäden.

  • .... und würde gerne von den weitgereisten und belesenen Forenmitgliedern wissen welche Ecken von Kroatien wirklich sehenswert sind. Auf den klassischen CP Tourismus wollen wir ebenso, wie auf allzu überlaufene, wenig sehenswerte Touristenfallen, generell verzichten! Aber natürlich die wirklich sehenswerten Spots entdecken....

    Hallo Jan,

    so sehr ich dich einerseits verstehe, so schwer ist es, die Hot Spot zu vermeiden, denn diese sind ja nicht ohne Grund Hot Spots.... :evil:

    Echte Geheimtipps wirst du nur schwer erhalten. Das kann im Bereich der Gastronomie klappen. Aber bei den touristischen Zielen wird es schwer.

    Da stehen nun mal Städte wie Dubrovnik, Pula (Amphitheater), Split und Rovinj ganz oben. Ebenso landschaftliche Highlights, wie der Krka Nationalpark mit den Wasserfällen, die Blue Cave, die Plitvicer Seen oder der Biokovo Naturpark. Weiter geht´s mit Inseln wie Vis, Pak, Brac, Hvar.

    Der Witz ist ja, dass das alles Ziele sind, die sich wirklich lohnen. Problematisch wird es eben nur dann, wenn man gezwungen ist, sich diese in der Hauptsaison antun zu müssen...aber Anfang Juni kann es noch durchaus erträglich sein.

    Gruß

    Roman

  • Nach unseren Erfahrungen würde ich den Sommer meiden. Waren 2018 dann mal im März und Oktober/November, das war prima. Teilweise alleine auf wunderbaren Plätzen, vor allem im Süden.

    Im Krka Nationalpark waren wir morgens die Ersten und hatten alles für die ersten Stunden für uns alleine. Unglaublich, aber wahr.

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    Edited once, last by Cosmo-Jogi (May 16, 2023 at 10:11 AM).

  • .....und nicht zu unterschätzen ist die Bora, also der Fallwind, der von den Bergen runter zur Adria rast und alles mitreißt, das nicht wirklich gut befestigt ist.

    Dann wird die Küstenstraße gesperrt. Manchmal nur für Womo und Caravans, manchmal für alle Fahrzeuge.

    Und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen: DIESER WIND IST LEBENSGEFÄHRLICH !!

  • Hallo Jan,

    Die wichtigsten Punkte zu Kroatien findet man bereits in den vorherigen Antworten. Wir waren in diesem Jahr im März dort und da war es überall noch angenehm leer. Wegen des Wetters sind wir auch recht schnell in den Süden gefahren (bis Split Autobahn) und haben uns dann auf dem Rückweg auf der Küstenstraße von Ulcinj (Montenegro) bis Opatija von Süd nach Nord gehangelt. Wir haben uns in Kroatien, Bosnien und Montenegro an das Freistehverbot gehalten, aber über P4N in der Regel sehr kleine Camps gesucht, die man in den gängigen „großen“ CP-Führern eher nicht findet. Da steht man in der Regel wie „frei“. Oft war der Platz offiziell noch geschlossen, aber zugänglich und wer nicht zwingend Sanitärs braucht, steht dann da für kleines Geld. Bedenke auch, dass zum Zeitpunkt der Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg Istrien und die Kvarnerbucht (Inseln Cres, Losinj, Rab, Krk) schon gut gefüllt sind. Diese Gegend also eher für die Rückreise vorsehen. Lohnenswert ist ein Abstecher nach Mostar (Bosnien-Herzegowina). Dort standen wir auf einem kleinen Stellplatz (Platz für max. 4-5 Womos), der eine Terrasse mit Blick auf die Stari Most hat. Sehr genial. Hier empfiehlt sich (wie in allen Hotspots) die Stadt ab dem späten Nachmittag / frühen Abend und gleich in der Früh zu erkunden, weil dann die Reisebusse wieder weg oder noch nicht da sind. Für Städte wie Dubrovnik empfiehlt es sich den Kreuzfahrt-Kalender zu studieren, um nicht mit den Passagiermassen zu kollidieren.

    Nachtrag: Die Küstenstraße an der Makarska Riviera würde ich auf jeden Fall von Nord nach Süd fahren. Erstens weil man an der Meerseite fährt und zweitens und wichtiger, weil die etlichen Aussichtspunkte bzw. Halteplätze von Süd nach Nord praktisch nicht anfahrbar sind. Auf dem Rückweg kann man sie dann auch (ohne Stopp) von Süd nach Nord genießen.

    VG Michael

    Edited once, last by Grindolino (May 16, 2023 at 6:43 PM).

  • Was ich sehr empfehle ist DasRestaurant Above 5 im Hotel SStarigrad in Dubrovnik. bei dem tollen Blick kann man sich die blöde Stadtmauer Ansonsten kommt man meist nicht um Touriansammlungen und CP‘s herum. Frei ggf 10% und auch da eigentlich strafbewehrt…… ruf

  • Unweit der montenegrinischen Grenze kann ich das Restaurant „Konavoski Dvori“ in Ljuta empfehlen. Hier kann man auch auf dem Parkplatz des Restaurants übernachten.

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  • PS: wir haben Dubrovnik, Split und Trogir in bester Erinnerung aus der Vorkriegszeit; danach schrecklich..,

    Apropos viel los: hier in Bulgarien ist überhaupt nix los! Wir stehen eigentlich immer als einzige und freuen uns wenn wir z.B. am Rila Kloster(Weltkulturerbe) noch auf ein anderes Reisemobil treffen..

    Leider ist das Wetter für die schönen Berge zu schlecht..

  • Hallo zusammen,

    vielen lieben Dank für die Tollen Hinweise bisher. Ich habe die Tage leider nur wenig Zeit das geschriebene auszuwerten. Bin aber weiter für alles dankbar was geschrieben wird! Ihr habt so viele Erfahrungen, die fehlen mir bisher!

    Wäre es denn eine absolute Schnapsidee weiter in den Süden zufahren wenn Kroatien zu voll, zu stressig, zu nass wäre?

    Wie seht ihr das?

    Grüße Jan

  • Wäre es denn eine absolute Schnapsidee weiter in den Süden zufahren wenn Kroatien zu voll, zu stressig, zu nass wäre?

    "Zu Voll" und "zu stressig" kommt auf die eigene Kondition an.

    Und zum Wetter kann man heute nix sagen.

    Früher, als Albanien noch dicht war, gab es eine Fähre von Rijeka über Split und Dubrovnik nach Igoumenitsa / GR. Die gibt es jetzt leider nicht mehr. Wenn man Lust hatte, konnte man sich also zügig über Nacht nach Süden schippern lassen.

    Heute ist Albanien zwar kein Geheimtipp mehr aber immer noch weniger überlaufen als Kroatien.

    Und dazwischen gibt es ja auch noch Montenegro mit seiner Kotor - Bucht, dem Durmitor Gebirge und der Tara Schlucht.

  • Wäre es denn eine absolute Schnapsidee weiter in den Süden zufahren wenn Kroatien zu voll, zu stressig, zu nass wäre?

    Wie seht ihr das?

    "Zu voll" ist ja relativ, das empfindet jeder anders. Für den einen ist der CP schon zu voll, wenn außer ihm noch 3 weitere Womos dort stehen und anderen reicht es wenn wenigstens für sie noch ein Platz zu finden ist..... ;)

    Probiert es einfach aus. Wenn ihr ohnehin z.B. bis Dubrovnik kommen wollt, wäre es ja bis Albanien nicht mehr weit.

    Gruß

    Roman

  • Zu Montenegro gibts ja schon was hier:

    DYK
    May 30, 2018 at 3:26 PM
  • Mit dem Wetter hat man nicht immer eine Garantie dass je weiter südlich desto besser … auch am Peloponnes ganz unten war es bei uns nicht gut.., wir sind wegen des Wetters seit Mitte April viel schneller als geplant durch BiH, Montenegro und leider auch Albanien. Ab Igoumenitsa war es dann etwas besser, aber das änderte sich auch.

    Die Winzer in Melnik (Südbulgarien, guter Wein) machen sich wegen des vielen Regens Sorgen um ihre Reben..,

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